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Was wir von unserer Community lernen können? [21. Sep, 11:49]
Wie man das Beste aus seinem Brand Channel auf Facebook holt.

Eine alte chinesische Weisheit besagt, dass du deinen Feind kennen musst, um ihn zu besiegen. Diese banale Wahrheit möchte ich heute im positiven Sinne auslegen und ein bisschen „Community Love“ verbreiten.

Es geht darum, wie wichtig es für eine Marke ist, seinen Fans auf FB wirklich zuzuhören.

Die Schlacht um die Aufmerksamkeit der Fans


Derzeit tummeln sich die meisten Marken, denen daran liegt, ihr Profil nach außen zu schärfen, bereits auf Facebook. Ungefähr 4 Millionen Unternehmen haben eine eigene Brand Page (Link: Seite 68). Und jeden Tag kommen neue hinzu.

Dass es in dieser Schlacht um Aufmerksamkeit nicht unbedingt leicht ist, das Gehör seiner Fans zu finden, steht außer Frage. Es steht aber auch fest, dass man die User nicht für eine Marke gewinnt, indem man ihren Newsfeed ungehemmt mit Werbung zuspammt.

Viel wichtiger ist es, seiner Community zuzuhören und darauf zu achten, was sie von einer Marke, die ihr gefällt, will. Frei nach J.F. Kennedy könnte man sagen: "Ask not what your community can do for you, ask what you can do for your community“.

3 Lektionen, die ich von meiner Community lernen kann

1. Demut

Wer glaubt, er könne seinen Fans einfach wahllos alles an Content vorsetzen, was ihm aus Marketing und PR Abteilungen in die Hände fällt, der hat sich mehr als geirrt.

Umso schlimmer kommt es, wenn es sich um Werbung handelt, die der Wahrheit nicht stand hält. Schließlich gibt es kaum eine andere Gemeinde, die einen schärferen Killerinstinkt für gefälschte oder geschönte Informationen entwickelt hat, als diejenige die sich im Internet also sogenannte „Crowd“ herumtreibt.

Wer seine Community in dieser Hinsicht für dumm verkauft, der wird sich schnell im Zentrum eines „Shitstorms“ wiederfinden.

Es gilt also zu jedem Zeitpunkt Bescheidenheit und Ehrlichkeit im Umgang mit seinen Fans zu bewahren. Und für den Ernstfall: Genauso schnell wie die Community sich echauffiert, vergibt sie ehrlich eingestandene Fehler und schätzt ernsthafte Bemühungen es beim nächsten Mal besser zu machen.

Bildschirmfoto-2012-09-24-um-13-09_OPEL

2. Aktives Zuhören

Es versteht sich von selbst, dass man beim Aufbau einer aktiven Community für seine Marke nicht von Tag 1 an wissen kann, was die Leute auf Facebook eigentlich von dir hören wollen. Schon klar, die meisten User wünschen sich Vergünstigungen und Gewinnspiele. Aber sie wollen nicht nur das Eine ;)

Wer sich mit einer Marke verbunden fühlen will, möchte vor allem im Bereich Social Media auch unterhalten werden.

Worauf es in Sachen Content letztlich ankommt, ist, seinen eigenen Weg zum Herzen der Fans zu finden. Den findet man aber nur, wenn man sich mit dem Erfolg seiner Inhalte kritisch auseinandersetzt. Was bekommt viele Likes, was wird gerne geteilt, worauf reagiert die Community enthusiastisch?

Da reicht oft schon ein Cappuccino mit dem Logo der Marke um den Usern den Tag auf Facebook zu versüßen.

Opel-Cappucino

3. Fürsorge und Geduld

Ja, sie können schon manchmal anstrengend sein, diese User! „Ich will das sofort“ und „warum funktioniert diese App schon wieder (noch immer) nicht“, und überhaupt „ich lass mich nicht für blöd verkaufen“.

Jeder Community Manager kennt das aus seinem Alltag. Trotz allem gilt es sich nicht aus der Ruhe bringen zu lassen und den Usern, wenn irgendwie möglich, Antworten zu liefern. Schließlich wollten wir doch, dass sie unsere Seite liken und uns möglichst viel Aufmerksamkeit schenken, nicht wahr?

Diesbezüglich bekommt der sorgsame Hüter seiner Community als Belohnung die Wertschätzung zurück, die er seinen Fans entgegenbringt. Manchmal sogar in Form einer persönlich verfassten Lobrede:

Bildschirmfoto-2012-09-24-um-12-48_Henkel


Selbstverständlich gelten diese Grundsätze nicht nur für Facebook, sondern generell für den Umgang mit Usern im Social Web. Insbesondere wenn es sich dabei um den Dialog zwischen einem Unternehmen und seinen (potentiellen) Kunden handelt.

Schließlich kann jeder eine Brandpage auf Facebook starten, der Erfolg jedoch zeigt sich erst im Umgang mit den Fans dieser Seite. Oder um zum Schluss noch einmal auf eine chinesische Weisheit zurück zu kommen: „To open a shop is easy, to keep it open is an art.

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