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knallgrau aktuell

Social Sports [19. Sep, 10:00]
Kundenloyalität ist ein essentieller Aspekt für die Performance eines Unternehmens, gerade für Sportmarken.

Während Marken viel Aufwand investieren, um treue Kunden zu finden und zu halten, hatte es die Sportindustrie seit jeher leichter: Loyalität eines Vereins oder Spielers gegenüber wird nicht nur oft über Lebenszeiten hin aufrechterhalten, sondern auch gelebt und dank einer riesigen Merchandising-Maschine nach außen getragen. Es liegt also nahe, diese Passion mit der Kraft von Social Media zu verknüpfen und zum eigenen Vorteil zu nutzen.

Per Twitter in den Ruhestand
Seit 2011 lässt sich hier ein klarer Trend erkennen: Sport wird social und verbindet Spieler und Fans in einer Art und Weise, wie es traditionelle Medien bisher nicht geschafft haben.
Mit den New York Giants integriert das erste professionelle Team Tweets live im Stadion, veranstaltet Google+ Hangouts mit Spielern und Twitter Q&A Sessions. Der argentinische Fußballspieler Leo Messi erreichte mit seiner Facebook Fanpage knappe 7 Millionen Likes in nur sieben Stunden, und Basketballlegende Shaquille O’Neal verabschiedet sich via Twitter mit einem Video in den Ruhestand. Auch einen viralen Meme-Hit hatten wir im vorigen Jahr einem Sportler zu verdanken: „Tebowing“, ein Begriff basierend auf einer Pose von NFL-Spieler Tim Tebow, verbreitete sich innerhalb kürzester Zeit weltweit.

Abbey Road Tebowing

The future is bright
Die erste Jahreshälfte 2012 verspricht nicht minder Großes für die Zukunft: im Juni geht Twitter eine Partnerschaft mit NASCAR ein und bündelt auf einer eigenen Hashtag-Seite Tweets und Fotos von Fahrern, Fans, Crews, Prominenten und Medien durch Algorithmen und Selektion. Als quasi komplett gebrandete Twitter-Microsite zeigt dies die Vielzahl an Möglichkeiten für andere Brands und Unternehmen (nicht nur im Sportsektor) auf, sollte Twitter diesen Service in Zukunft am Markt anbieten.

Noch ein Stück prominenter zeigten sich heuer die Olympischen Spiele: als die ersten „Social Games“ tituliert, tummelten sich auf den vier großen Social Networks (Google+, Facebook, Twitter, Foursquare) insgesamt 4,7 Millionen Follower und Fans, um über Medaillenstände und Ergebnisse in Echtzeit auf dem Laufenden zu bleiben. Unterstützt durch ein umfassendes SEO-Konzept und 17 teils interaktiven Google Doodles war es kaum möglich, #London2012 zu entgehen.

Google Doodle Hurdles

Die neueste Innovation unter den Social Sports kommt einmal mehr aus den USA: die Football Mannschaft Detroit Lions ruft ihre Fans auf, Material für die erste „Social Sports Dokumentation“ beizusteuern. Genannt „The Season of Your Life“ soll das Resultat ein 85-Minuten Film mit Erscheinungstermin im nächsten Jahr sein. Storytelling auf der nächsten Ebene dank usergenerierten Inhalten, während die Fans eine noch nie da gewesene Wertschätzung spüren und das Team wohl zumindest medial in der NFL ganz vorne dabei sein wird.



Tu felix Austria, trau dich!

Auch wenn Österreich erfahrungsgemäß das Trendsetting nicht so in die Wiege gelegt wurde wie das Schifahren, treten einige schon vorsichtig in die neuen, digitalen Gefilde ein. Vor allem im Fußball finden sich Beispiele von Live-Tickern, Ticketverlosungen und Social Media Rankings über Trikot-Abstimmungen bis hin zu ersten Social Gaming Aktivitäten.

Mit offenen Armen
Der Grund für den Erfolg von Social Media Kampagnen im Sport liegt auf der Hand: Fans wollen ihre Leidenschaft und Gefühle ausdrücken, noch direkter mit ihren Helden in Kontakt treten und deren Erfolge und Niederlagen auch aus der Ferne in gefühlter Nähe miterleben. Nimmt man an einer Sportveranstaltung teil, geht es um die Selbstinszenierung mittels Fotos, Videos, Checkins und Statusmeldungen. Eine Thematik die auch Engpässe mit sich bringt, wie wir erst kürzlich hier aufgegriffen haben.

Soziale Netzwerke tragen zur Sportkultur bei, verändern und individualisieren sie – daher sollte die Welt des Sports Social Media zum Spiel begrüßen. Nicht nur für Athleten, Vereine und Veranstalter gilt es, sich mit der digitalen Community auseinanderzusetzen - auch für Unternehmen ergibt sich hier gerade durch Kooperationen die Möglichkeit des Erschließens eines neuen, loyalen Kundenkreises und des Nutzens viraler Effekte.
Anna Deutsch   Kommentar verfassen
Clemens Milotta (Gast) meinte am [19. Sep, 15:54]
Danke! Genau meine Meinung. Football ist halt in den USA bzgl. Social Media ganz weit vorne. Man konnte beim NFL-Fantasy-Football Draft auch mit seinen Freunden über Google+ Hangouts den Draft kommentieren (http://mashable.com/2012/08/01/google-hangouts-nfl-fantasy-football-leagues/) 

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