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[7. Mai, 14:22] |
Die Netzkonferenz ohne Netz
Vergangene Woche fand sich die internationale Webcommunity in Berlin ein. Man spielte: re:publica. Neben der häufigsten dort gestellten Frage (Geht das WLAN? – Antwort NEIN!) und dem eigentlichen Grund hinzufahren (Netzwerken!), gab’s auch jede Menge Vorträge.
Manche spannend, manche weniger spannend. Was die Welt von Social Media angeht, war der Auftritt von Sascha Lobo einer, der mit großer Spannung erwartet wurde (man kann ihn sich hier online ansehen).

Ich möchte mich in meinem Resümee, auch wenn es einige andere nennenswerte Wortmeldungen gab, den drei für mich zentralen Fragen und Spekulationen aus dieser launigen Session widmen:
1. Apple wird Twitter kaufen
Lobo begründet die Spekulation im Wesentlichen damit, dass sich die Benutzeroberfläche von Twitter in der Vergangenheit sehr der App angenähert hat. Die für ihn einzige logische Schlussfolgerung daraus: irgendwann in näherer Zukunft wird Apple Twitter kaufen.
Damit mag er nicht unrecht haben, schließlich sind wir laufend Zeugen einer Marktkonzentration auf dem Sektor soziale Medien. Die Kaufwut der großen Player hat bis dato kein Ende gefunden, jüngster Präzedenzfall: Instagram.
2. Google+ ist tot
Laut Lobo ist Google+ am Ende. Viel mehr hat er dazu auch nicht hinzuzufügen. Und er ist auch nicht der Einzige, der dieser Meinung ist. Vor allem das letzte missglückte Redesign, welches die Hälfte des Bildschirms als blankspace leer lässt, trübt die Freude am Surfen auf Google+ beträchtlich. Die Community scheint sich auf die Verbreitung von Fotos und Sinnsprüchen zu konzentrieren. Schade, aber wenn da nicht noch ein revolutionäres Update kommt, dann war’s das wohl tatsächlich.
3. Es lebe das Blog

Lobo, der seinen üblichen Wutausbruch auf das Web gegen einen Flauschvortrag getauscht hatte, schwang sich in seiner zentralen Botschaft zu einer Lobrede auf das Blog auf. Warum? „Nur ein Blog gehört dir selbst“ und damit hat er Recht. Schließlich wird man auf allen Social Media Plattformen von diversen Änderungen in AGBs, Design und sonstigem Relevanten, sozusagen mit „Zur Kenntnis genommen“ abgefertigt. Wem’s nicht gefällt, hat Pech gehabt. Ganz zu schweigen von der Thematik rund um Privatsphäre, Datenkollekte und Co. Am eigenen Blog hat man im Rahmen des rechtlich Erlaubten freie Hand.
Es war sehr schön, es hat uns sehr gefreut
Insgesamt kann man sagen, dass es sehr nett und informativ war. Man hat sich mit alten Bekannten getroffen, neue Kontakte geknüpft und zufrieden festgestellt, dass man ohnehin schon alles wusste, was dort vorgetragen wurde.
Nachdem wir Netizens aber ohnehin alle am Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom leiden, gibt es zum Glück regelmäßig Konferenzen wie die re:publica, um unser Gedächtnis aufzufrischen :) |
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[Essay writers (Gast) - 01.05.]
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