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[7. Aug, 10:00] |
Online-Spendings steigen gegen den Trend.
Dass der Online-Werbemarkt 2011 in Europa um 14,5%, auf 20,9 Mrd. Euro zulegte während der europäische Offline-Werbemarkt lediglich um 0,8% wuchs, ist keine Überraschung. Langsam aber sicher nähert sich der Online-Anteil der Werbeausgaben in Europa der Realität der Nutzung und Reichweiten. Vor allem der Handel schätzt die Messbarkeit der Maßnahmen und den direkten Einfluss auf Frequenz und Absatz.

Google & Mobile: Die Erlöser?
Ein Großteil fließt dabei an Google, ob in Form von AdWords und SEM oder Targeting und Display-Network. Klar, Display-Advertising hält immer noch einen beachtlichen Anteil. Hier ist der Trend allerdings wenig erbaulich: sinkende Performance, steigender Preisdruck (Stichwort Real Time Bidding-Systeme), wenige Innovationen. Und der Tenor im Branchenumfeld: „Wir sind unglücklich mit Display, aber etwas anderes fällt uns auch nicht ein.“
Und da kommt auch schon der nächste gefeierte Erlöser: Mobile. Hat noch einen gewissen Neuigkeitswert und der Trend geht steil nach oben. Bis zum Ende des Jahres sagt der Adobe Digital Index-Report voraus, dass der Anteil von Mobile- und Tablet-Werbung an den Gesamtausgaben für Search-Marketing 15% bis 20% betragen wird.
Social Media erfordert Umdenken
Die Werbespendings im Bereich Social Media steigen stark an. Alleine die Facebook Ad Budgets sind im Jahresvergleich um 93% gewachsen und auch die bereits in Social Media aktiven Unternehmen wollen 2012 noch mehr Budget investieren. Der Bereich wächst also, bleibt aber dennoch hinter dem Potential und der Realität der Nutzer zurück. Denn in vielen Fällen werden alte Paid-Media-Modelle 1:1 auf Digital umgelegt. In diesem alten Denkmuster der Marketing-Spezialisten kommen neue Themen und Inhalte wie (Sponsored) Content, Content Seeding, Channel Management, Service und Interaktion kaum vor oder noch viel zu kurz.
Künftig wird man im digitalen Umfeld die Flächen anders gestalten, entwickeln und vor allem auch bespielen müssen. Das erwarten sich die Nutzer. Besonders im Bereich Mobile wird man mit dem knappen Platz klare Mehrwerte bieten müssen mit Fokus auf Content, Service und Unterhaltung. In Zukunft werden sich die Werbebudgets weg von Media hin zu Creative, also Personal, verschieben.
Neue Ansprechpartner & Kompetenzen
Das bedeutet aber auch, dass damit verbunden andere Kompetenzen gefragt sind und andere Abteilungen integriert werden müssen. Von der IT – wo alles einmal begonnen hat – über Marketing, PR (hier ist das Thema Content zuhause), HR bis hin zu Customer Service in das gesamte Unternehmen. Dort wo es nicht möglich ist, eigene Mitarbeiter aufzubauen, können externe Berater herangezogen werden und nicht zuletzt auch Budgets aus anderen Abteilungen. Für Agenturen bedeutet das, neue Ansprechpartner im Unternehmen zu suchen, sich verstärkt in den Unternehmen zu vernetzen und teilweise auch mehrere Auftraggeber bzw. Abteilungen zu bedienen.
Die Herausforderung besteht also darin, Social Media-Taktiken mit echten Business-Zielen effizient zu verknüpfen. Sinnvoll eingesetzt können Social-Sites das Erreichen von bestimmten Abteilungszielen und die Kommunikationsbedürfnisse einzelner Unternehmensebenen unterstützen. |
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