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[20. Jun, 17:22] |
Vergangenen Montag durfte man dem Social Media Guru, Tech-Journalist und Ivy League Prof (Columbia School of Journalism) Sree Sreenivasan in der Akademie der Wissenschaften lauschen. Im Rahmen der Hedi Lamarr Lecture gab er seine Insights zum Thema „Beyond Facebook Friends & Trivial Tweets“ preis.

Fotocredit: Eisenberger
Die wichtigsten davon haben wir hier zusammengefasst:
Facebook: Business vs. Privatsphäre
Laut Sreenivasan wird Facebook in Bezug auf Datenschutz und Wahrung der Privatsphäre zu wenig kritisiert. Unterschätzt wird hingegen das Potential am Business-Sektor („underestimated when it comes to business, untercritizised when it comes to privacy“).
Good news for business, bad news for dictators
Schwellenländer wie Indien und Brasilien verzeichnen derzeit den stärksten Zuwachs an neuen Usern. Laut Sreenivasan wird Indien schon bald der Top Markt für Facebook sein.
Für globale Konzerne, die auf Facebook agieren, ist das eine wichtige strategische Information, weil sie ihr Marketing bzw. ihre Kampagnen gezielt auf diese Märkte ausrichten können.
Für autoritäre Länder heißt es wohl sich weiter abzuschotten. Die Umstürze in Nordafrika haben ihre Wirkung gezeigt. China z.B. betreibt massive Zensur.
Wer sich als autoritäres Regime möglicherweise in Sicherheit wiegt, beginnt beim Blick auf den Zuwachs an Facebook Usern im eigenen Land hoffentlich bald sich Sorgen zu machen. Saudi Arabien weist laut Sreenivasan starke Anstiege bei den Facebook Usern aus. Diese Möglichkeit sich zu vernetzen, gefällt vermutlich keinem autoritären Regime.
Künftige Trends, mögliche Szenarien, hilfreiche Guidelines
Social Media hat unsere Kommunikationsmuster völlig verändert. Statt direkt mit Freunden zu sprechen, twittern und facebooken, googeln und skypen wir. Meistens quer über sämtliche Kanäle, vieles davon machen wir für die Öffentlichkeit zugänglich. Für Unternehmen sind diese Daten Goldes wert.
Mehr Werbung auf Facebook
Facebook z.B. wird seine Werbemöglichkeiten auch künftig massiv ausweiten. Was jetzt an Ad-Möglichkeiten existiert, ist erst der Anfang. Laut Sreenivasan wird aktuell daran gearbeitet, Werbung auch in die Headerbilder von Facebook einzuspielen. Das jetzige Info-Feld für persönliche Daten (der Bereich unterhalb des Profilbildes), soll ebenfalls verschoben werden, um Platz für Werbung machen.
Dem Kunden zuhören, bevor man ihn adressiert
Wer twittert und private Informationen auf Facebook öffentlich postet, muss sich bewusst sein, dass diese irgendwann in der einen oder anderen Suchmaschine auftauchen. Unterhaltsame Sites in dieser Richtung: WhattheFacebook.com, oder auch openstatussearch.com
Wer sich im Social Web an potentielle Kunden wendet, sollte demnach auch vorher sicherstellen, dass sein Publikum überhaupt zuhört. Tools dafür gib es im privaten Bereich für Gmail (rapportive.com) oder fürs Web (vornehmlich Twitter): socialflow, tweriod, timely.is oder geofeedia.com.
Diese Tools bieten interessante Informationen darüber, wann das Zielpublikum überhaupt online ist bzw. über welche Themen wann kommuniziert wird. Übers Kaffeetrinken, so Sreenivasan, wird zum Beispiel eher morgens gesprochen, Kaffeewerbung sollte daher gezielt auf diese Tageszeit geschalten werden.
Srees Social Media Success Formel für Twitter

Und last but not least Sreenivasans Social Media Success-Formel für Twitter.
Tweets sollten möglichst viele dieser Attribute erfüllen:
- helpful,
- useful,
- informative,
- relevant,
- practical,
- actionable,
- timely,
- generous,
- credible,
- brief,
- entertaining,
- fun,
- occasionally funny
Wer auf dem Laufenden bleiben möchte, hat die Möglichkeit Sree Sreenivasan auf diversen Plattformen zu folgen: Man findet ihn unter Anderem auf Twitter auf Facebook, praktisch auch seine Social Media Guidelines, oder in seiner Funktion als Dean of Admissions der Columbia School of Journalism. |
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