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knallgrau aktuell

Ein Königreich für einen Fan! [13. Jul, 10:26]
Ist die Zahl der Facebook-Fans das Wichtigste?

Ich mache Ihnen ein Angebot: Morgen hat Ihre Facebook-Seite 10.000 zusätzliche Fans. Alles was Sie dafür tun müssen ist mir € 999 zu geben.

Fans (c) by: Libertinus (http://www.flickr.com/photos/libertinus/4848597995/)Ein unmoralisches Angebot? Müssen Sie wirklich lange überlegen? Immerhin würde es sich gut machen, wenn Ihre Seite von einem Tag auf den anderen größer ist als die Ihres Mitbewerbers.


Mehr Fans sind doch was zählt. Oder?


Spätestens seit es Dienste wie Fanslave oder Fanbuy gibt, die Fans augenscheinlich einfach verkaufen stellen wir uns diese Frage. Und so einfach diese Lösung auch klingt, wird eines rasch vergessen:
Was in der Kommunikation, klassisch sowie im Social Web zählt, ist
1. wie viele Rezipienten Teil der Zielgruppe sind
2. wie sie die Botschaft aufnehmen und
3. was sie dann mit ihr tun.

Was wir als Return on Investment kennen, verstehen wir im Social
Web als Return on Engagement. Mein Kollege Stefan Lachenmaier hat diesem Begriff vor einiger Zeit schon einen Blogbeitrag gewidmet.

Die 4 Stufen des Social Media Engagement

Dieser Zugang zum Return on Engagement besteht aus 4 Stufen:

(c) virtual identity"Vom reinen Zuhören (Listener) bis hin zum aktiven Betreiben eigener Social Media Kanäle (Owner), wie z.B. einen Blog oder eine Facebook Fanpage. Dazwischen liegen die Stufen des Responders, der auf Anfragen und Fragen in Social Media reagiert und des Seeders, der eigene Inhalte nach außen transportiert, allerdings nur über fremde Plattformen."

Dazu zählen dann beispielsweise Messgrößen wie die Interaction-Rate, die tatsächlichen Views oder das Sentiment der User-Postings.

Mehr Informationen zu diesem Modell (vom Juni 2010) gibt es in einer eigenen Präsentation auf Scribd.

Social Media ist messbarer

Im Social Web gibt es mittlerweile mehr Messmöglichkeiten als in der klassischen Kommunikation, wo ich nicht wissen kann wie viele Zuseher meinen TV-Spot nun wirklich gesehen haben, geschweige denn über ihn nachdenken:
Laut einer US-Studie surfen 43% aller Befragten während dem Fernsehen auf Facebook. Soviel also zur Aufmerksamkeit für Ihre Botschaft.

Es ist durchaus realistisch, dass kleinere Fanseiten aktiver sein können, damit Ihrer Organisation mehr bringen als Fans die einfach einmal like geklickt haben und sich danach nie wieder für Ihre Inhalte interessieren.

Unsere Empfehlung

Wie auch schon in diversen Blogs (allfacebook.com, facebookbiz.de, thomashutter.com) behandelt, empfehlen auch wir bei derartigen Entscheidungen stets Qualität vor Quantität zu setzen.

Denken Sie jetzt noch immer über mein Angebot nach?
Andre_Hell (Gast) meinte am [13. Jul, 11:07]
Ich stimme dem Autor zu, nur leider ist es für einen Berater sehr schwierig, weniger interessierten Kunden ("Wir machen jetzt Social Media weil wir müssen") klarzumachen, dass es nicht um die Quantität geht. Für sie zählt am Ende doch die bloße Anzahl, gerade wenn die Entscheider nicht im Social-Media Team sitzen, werden am Ende schnell falsche Schlüsse gezogen.
Und die Kunden?
Nehmen sie an, sie möchten in einem Restaurant in einer fremden Stadt etwas essen. Das Restaurant links ist rappelvoll, das Restaurant rechts menschenleer. Sie entscheiden sich für links, weil sie glauben, das die Masse ein Zeichen für Qualität ist. Das dem nicht so ist wissen die Meisten und trotzdem werden so Entscheidungen getroffen.
Die Schwierigkeit besteht eben den Spagat zwischen Qualität und Quantität zu machen und als Berater sehr viel Überzeugungsarbeit zu leisten. 
Florian Schleicher antwortete am [13. Jul, 12:04]
Hi Andre,
danke für dein Feedback. Ja ich stimmte dir zu, dass es nicht immer leicht ist "Qualität vor Quantität" klar zu machen. Ich habe jedoch die Erfahrung gemacht, dass eine solide Argumentation und die frühzeitige Einbindung der Entscheider (oberes Management) das erleichtert.

Zu deinem Beispiel mit dem Restaurant: Das stimmt schon. Aber: Ich werde mir auch ansehen wie glücklich die Leute in dem Restaurant aussehen und wenn ich dann selbst Gast bin, kann ich mich ja überzeugen wie mir das Essen/der Content gefällt und mich dann umentscheiden. 
MannNOREEN23 (Gast) antwortete am [1. Aug, 02:05]
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Daniel Rehn (Gast) meinte am [17. Jul, 18:06]
Fans zählen ist wie Tore summieren
Erst kürzlich habe ich auf Twitter das wohl beste Statement zu dieser leidigen Frage gefunden, das ich zukünftig auch als Antwort in meine Präsentationen einbauen werde:

"Fans auf Facebook zählen ist wie Tore der Nationalmannschaft seit 1945 summieren #Unternehmenskommunikation #SocialMedia"

Quelle: http://twitter.com/#!/eubulia/status/78400289950019586

Und was soll man sagen? Es stimmt. Die Qualität der Fans und ihre Bedeutung für das Unternehmen und seine Kommunikation ist entscheidend, nicht die Masse (das Golden Goal von Oliver Bierhoff im EM-Finale 1996 ist schließlich definitiv mehr wert als das 8:0 des DFB-Teams gegen Saudi-Arabien in der WM-Vorrunde 2002) ;-)

Dem zum Trotz braucht es dennoch eine lange Vorbereitung und permanente, intensive Arbeit am eigenen Auftritt und Spiel mit den Fans, damit man überhaupt erst in der Lage ist diese Diskussionen führen zu können. Wenn man als Unternehmen nicht bereit ist diesen ehrlichen (und selbstverständlich auch aufwändigeren) Weg zu gehen, dann, ja dann kann man sich den Sieg in Form von Instant Fans auch wirklich gleich kaufen. Aber was ist dieser dann überhaupt noch wert? 

Letzte Aktivitäten

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[Bookmark It (Gast) - 20.05.]
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[Boris Schneider (Gast) - 14.05.]
Aber was bedeutet gesehen?
Heißt es auch, dass ein Beitrag gesehen wurde, wenn er mindestens ein Mal, egal wie kurz, über den Bildschirm ...

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[Johannes Burger - 14.03.]
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Facebook und die Invisible Audience Im Februar 2004 hat Facebook die digitalen Pforten geöffnet. Jetzt, ...