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[22. Sep, 01:11] |
Sie haben sich wieder in Köln eingefunden, die Googles, Facebooks, Performance Markters und all die anderen die irgendwie mit digitalem Marketing zu tun haben. Mit 19.000 Besuchern, rund 440 Ausstellern und gleich einer ganzen weiteren Halle an Ausstellungsfläche ist die dmexco (Digital Marketing Exposition & Conference) dieses Jahr weiter gewachsen.

Eines der heiß diskutierten Kernthemen in der „Debate Hall“ der dmexco: Online Video.
Alleine in Deutschland ist etwa der Bereich Video Advertising bereits auf 90 Millionen Euro pro Jahr gewachsen, prognostiziertes Potential laut Klaus-Peter Schulz sind für die nahe Zukunft gar 3,8 Milliarden.
Von Sky’s Carsten Schmidt hört man, dass der Fernsehsender jährlich 4.000 Videos ins Netz stellt und bereits 50 Prozent der online Erlöse aus dem Bereich Videowerbung kommen. Und Google’s Thomas de Buhr weist darauf hin, dass heute nicht mehr wie im TV, Hochglanz das Erfolgskriterium ist, sondern das Schaffen von Involvement den entscheidenden Faktor darstellt.
Dass Online Videos und Video Advertising also eines der großen Boomthemen der nächsten Jahre wird, bzw. bleibt, darin sind sich die Diskutanten in der “Debate Hall” einig. Doch viel unklarer ist, wer denn die großen Gewinner dieser Entwicklung sein werden.
Wird es den großen, klassischen Medienunternehmen wirklich gelingen, so wie Bertelsmann Vorstand Hartmut Ostrowski in der Eröffnungsrede verkündete, durch Content, Starke Marken und Qualität ihre Vormachtstellung zu halten?
Oder sind die großen Gewinner die sozialen Netzwerke? Schließlich sind sie es, die entscheidend zur besseren Relevanz von Search oder eben auch Video beitragen werden.
Ein weiterer Kandidat sind die Infrastruktur Anbieter. Darunter fallen nicht nur Telekoms, sondern vor allem Unternehmen wie Apple oder Samsung. Jean-Pierre Fumagalli, CEO von smartclip, weist darauf hin, dass diese den entscheidenden Vorteil haben, die erste Schnittstelle zum User zu bilden.
Entscheidend wird vor allem sein, wer schlussendlich die Programmplanung übernimmt. Auch wenn die klassische Berieselung wohl immer zu einem guten Teil gewünscht werden wird, dürften uns in Zukunft personalisierte Angebote wie sie heute bereits für „Online Print“ existieren (Flipboard, Zite,...) auch im TV-Alltag begleiten. Obwohl selbst Google TV noch nicht „fliegt“, so ist es nur eine Frage der Zeit (und des Business Modells), bis wir zwischen Berieselung, passiver Personalisierung und aktiver Mitgestaltung wählen werden können. Womit die Gewinner hoffentlich letztlich die Konsumenten – äh, User – sind. |
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