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Der kleine Unterschied [7. Feb, 09:00]
Stay focused - Die Krux der Featureschlacht mit minimalen Budgets

Aufwandsabschätzungen sind ein Balance-Akt in sich. Es gibt sehr viele Stränge welche die resultierenden Zahlen beeinflussen.

Zwei wichtige Stränge, die hier genauer beleuchtet werden, zerren in gegensätzliche Richtung. Zum einen das Budget, zum anderen der Funktionsumfang.

Das falsche Ziel

Das Budget ist normalerweise begrenzt, es sollen aber doch einige Funktionen implementiert werden. In vielen Verhandlungen zeigt sich, dass das Ziel ist, für möglichst wenig Geld einen möglichst großen Funktionsumfang zu erhalten. Dieses Ziel jedoch hindert Kunde und Agentur daran erfolgreich zu sein.

Agenturen versuchen dann alle Anforderungen nach Möglichkeiten unter das enge Korsett des Budgets zu zwängen und liefert dadurch umfassende, aber qualitativ nicht die beste Arbeit ab. Womöglich wird das interne Budget auch noch deutlich überzogen.

Kunden bekommen zwar alles was sie wollen, der Erfolg am Markt hält sich aber in Grenzen. Die User nehmen das Resultat nicht, wie erwartet an.

Die Ursache dafür ist, dass versucht wird viele Anforderungen für relativ wenig Geld umzusetzen. Die durchschnittliche Qualität der Komponenten leidet dann darunter, weil zu wenig Budget in jede Einzelne fließt.

Ein unbefriedigendes Resultat

Das Resultat ist dann insgesamt durchschnittlich, da keine Komponente brillieren kann. Auch die User Experience ist in Folge durchschnittlich. So lohnt es sich selten eine komplette Community nachzubauen. Diese gibt es mit Facebook, Twitter und anderen bereits.

Der Markt wird immer größer und es gibt immer bessere Lösungen. Man muss etwas Besonderes bieten um am Markt wahrgenommen zu werden. Diese Wahrnehmung liegt im Detail.

Der-kleine-Unterschied

Stay focused, stay lean

Unsere Empfehlung ist daher, sich von Anfang an nur auf wenige Kernfunktionen zu konzentrieren und diesen mehr Liebe zuzuwenden.
Dadurch steigt die Qualität und die User werden es dankbar annehmen.

Johannes Moser   Kommentar verfassen
Johannes Moser meinte am [14. Feb, 09:33]
Limited Products vs. Shitty Products
Laura Klein hat einen Blogpost verfasst, der genau in die gleiche Kerbe schlägt. Auf jeden Fall eine Leseempfehlung http://usersknow.blogspot.com/2012/02/fucking-ship-it-already-limited.html 

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