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Der Anteil von Interactive in Werbebudgets [11. Aug, 12:40]
Erst kürzlich hat Forrester eine interessante Einschätzung der Entwicklung des Anteils von Interactive Marketing abgegeben.

Bezogen auf die USA im Zeitraum von 2009 bis 2014 liest sich die Executive Summary von Forrester wie folgt:

Interactive marketing will near $55 billion and represent 21% of all marketing spend in 2014 as marketers shift dollars away from traditional media and toward search marketing, display advertising, email marketing, social media, and mobile marketing. This cannibalization of traditional media will bring about a decline in overall advertising budgets, death to obsolete agencies, a publisher awakening, and a new identity for Yahoo!.

Forecast-Interactive-budget-2014-forrester-US1

Für 2014 wird der Anteil von Interactive also bei 21% der gesamten Werbegelder liegen. SEM wird sich zwar in der Wachstumskurve verflachen, aber den Löwenanteil ausmachen. Die größte jährliche Wachstumsrate wird dem Bereich Social Media Marketing mit 34% Wachstum pro Jahr zugetraut.

Insgesamt werden die Werbebudgets aber sinken, denn durch den advertising shift, die Re-Allokation der Ressourcen in besser messbare, treffsicherer Kanäle, können die selben Ziele mit geringerem Mitteleinsatz erreicht werden.

Was passiert mit den frei werdenden Mitteln? Auch in diesem Punkt teile ich die Einschätzung von Forrester:

[...] marketers will allocate unused advertising dollars into investments like innovation, research, customer service, customer experiences, and marketing-specific technology and IT staff, in order to further marketing's strategic influence within their companies.


Was bedeutet das für den D/A/CH Raum?

Wir haben viel aufzuholen! Eine zeitliche Verschiebung von 2-3 Jahren war in der Vergangenheit üblich, wegen der späteren Durchdringung im Endkundenbereich.

Eventuell ist diese vor allem im Bereich von Social Media Marketing nicht angebracht, weil sich Plattformen wir Facebook, Youtube & Co auch in D/A/CH schon stark etabliert haben.

Wenn Österreich also 2008 rund 3% seiner Werbebudgets Online investiert hat, dann sind die Marketingverantwortlichen dieses Landes um gute 10% unterinvestiert. Stellt sich die Frage wie lange man sich diese betriebswirtschaftliche Effizienzlücke leisten wird können?
Dieter Rappold   Kommentar verfassen
Michael Schmidt meinte am [12. Aug, 17:00]
bezgl. "Was passiert mit den frei werdenden Mitteln?"
Auch Jeff Jarvis ist in "Was würde Google tun" der Meinung, dass sich viele Werbegelder effizienter in Innovation und Kundenservice stecken lassen - überzogen schreibt er: "Mit hervorragendem Kundenservice erübrigt sich das klassische 'persuasive advertising'".

PS: Hab auf Knallgrau.tv ein Video vom Real-Estate-Franchiser Century 21 gepostet, der 2009 alle (!) TV-Budgets zu 100% in Interactive Media steckt: http://bit.ly/spcF6 

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