Die von einer Gruppe gemeinsam gehaltenen grundlegenden Überzeugungen, die deren Wahrnehmung, Denken, Fühlen und Handeln bestimmen und insgesamt typisch für die Gruppe sind.
Das ist Unternehmenskultur - nach Sonja Sackmann, Keynote Speaker am Praxiskongress für Internal Branding IDENTITAT09, der von 20. bis 21. April 2009 am Kahlenberg Wien stattfand.
Teil des Programms waren auch viele Praxisrunden verschiedener Unternehmen, in welchen verschiedene Ansätze von Internal Branding Strategien präsentiert und diksutiert wurden.
Hier ein paar Schlüsselfolien:
Zentraler Bestandteil vieler großer internationaler Unternehmen war der Leitsatz "think global, act local" - die eigene Marke darf bewusst regional unterschiedlich interpretiert werden.
Die Basler Versicherung weißt daraufhin, dass kommerziell motivierte Unternehmenswerte nicht mit Moralvorstellungen übereinstimmen müssen.
Der äußerst erfolgreiche Drogeriemarkt DM hat in einem Führungshandbuch (das idealerweise abgegriffen und vollgekritzelt ist) zusammengefasst, was teilweise überraschte: hoher Anteil an Lehrlingskräften und transparente Gehaltsschemen.
Diese Educational Responsibility stand auch im Zentrum des Festo-Wertesystems. Authentizität als große Herausforderung für Großkonzerne.
Einen kleinen Einblick bekamen die Kongressteilnehmer in die internen Kommunikationsinstrumente von Henkel. Wo sind die Blogs?
Ein Beispiel aus familiengeführten Unternehmen: wie vereint man Stammbäume mit neuen Gesichtern? Der "Web 2.0 Kulissenkoffer" klingt nach einem tollen Ansatz.
Werkzeugkoffer zur internen Kommunikation bekommen auch die Mitarbeiter von OMV zu Verfügung gestellt. Allerdings noch sehr statisch (CD-ROM) und einseitig und unkommentierbar (Executive Board Letter, Poster, Videos, ...).
Ein sehr schönes Beispiel emotionaler Elemente in einer modernen und doch traditionsbewussten Corporate Imagery kam vom Teehersteller Sonnentor.
Sowohl Prisma als auch die Mobilkom Austria legen großen Wert auf konsistentes Wording in der Unternehmenskommunikation:
Hier hat man schon einiges von "Writing for Web" gelernt!
EADS beleuchtete schließlich die Nachhaltigkeit von Kommunikationsaktivitäten.
Am Ende kam noch der Reality Check von den Psychonomics, mit der überraschenden Erkenntnis, dass knapp 50% der ArbeitnehmerInnen "gelegentlich über Kündigung nachdenken".
toll, dass die sich jmd mit solchen "innereien" beschäftigt. vielleicht werden ja immer mehr firmen so gut, wie sie es in der werbung behaupten. wünschenswert!
Genau! Und wie Sonja Sackmann so schön sagte: »'Sichtbare Unternehmenskultur' ist nur Spitze des Eisbergs. Nicht zu sehen sind Werte, Prioritäten, Lernprozesse« (http://twitter.com/misc_ellaneous/statuses/1573257075)
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